Warum dieser Blog?

Hallo liebe Leser!

Erstmal will ich mich vorstellen: Mein Name ist Isabella, ich komme aus Österreich und studiere Lehramt an der Universität Wien.
Weil ich mich sehr für das Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache interessiere, habe ich mich entschlossen, als Sprachassistentin für ein halbes Jahr nach Frankreich zu gehen.
Ich bin nun in Le Mans, Pays de la Loire, wo es mir bis jetzt wirklich gut gefällt.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und freue mich über Kommentare und Antworten!

Dienstag, 7. Oktober 2014

Schon wieder auf Reisen!

Mein zweites Wochenende in Brest, in der Bretagne..

Letztes Wochenende, weil es in der Schule (Internat) ein bisschen verlassen und traurig ist, wenn die Schüler nicht da sind, habe ich erneut beschlossen, Le Mans zu verlassen. Ich bin mit dem Zug in Richtung Bretagne aufgebrochen, über Rennes, wo wir zwischengestoppt haben, nach Brest an die Küste zu Patricia.
Die Zugfahrt war so spannend wie immer, vom französischen Zugsystem bin ich aber noch immer begeistert. Dafür, wie lang die Distanz ist, war ich sehr bequem unterwegs. 
 
Hafen von Brest in romantischem Sonnenuntergangslicht.
Nach 3 Stunden und 40 Minuten Fahrt bin ich schließlich in Brest angekommen. Schon vom Zug aus konnte ich das Meer, den Strand und ein paar Surfer sehen. Patricia hat mich vom Bahnhof abgeholt und nachdem ich mein Gepäck zu ihr gebracht habe (sie wohnt bei einem superherzigen Ehepaar, das einfach nur liebenswert ist), sind wir zum Strand aufgebrochen. Das ich im Oktober nochmal im Trägertop mit den Zehen im Sand irgendwo sein werde, hätte ich mir auch nicht gedacht. Es war jedenfalls ziemlich warm und das Meer superblau und superschön. Nach einem Spaziergang am Hafen entlang waren wir noch Crèpes essen. Mega ungesund, aber ich hab eine Galette (Crèpeteig vollkornartig) mit Schafskäse und Honig gegessen. Klingt ziemlich komisch, passt aber supergut zusammen. Und als Nachspeise hat Patricia ein flambiertes Crèpe gegessen. Dazu trinkt man in der Bretagne Cidre (in Großbritanien: cider), ein Apfelweinartiges Etwas, das man mit Apfelsekt vergleichen oder benennen könnte.
Ach, diese kulinarische Frankreich!

Am nächsten Tag ist eine weitere Sprachassistentin zu uns gestoßen, Matea aus der Nähe von St. Malo. Gemeinsam haben wir den Strand von Le Conquet erkundet, den wir erst gar nicht gefunden hätten, hätten wir nicht einen unscheinbaren Weg irgendwo ins Gebüsch ausgewählt. Das war jedenfalls der Blick, den wir von unserem Weg plötzlich hatten, das wars wert. Wir haben uns ein bisschen wie in der Karibik gefühlt, als hätten wir gerade einen einsamen Strand entdeckt. Wäre es um 10 Grad warmer gewesen und der Wind weg, hätten wir auch ins Wasser gehen können.
Patricia, Matea und ich am Strand von Le Conquet (Karibik :P)
Nach ein paar schönen Strandfotos haben wir begonnen, die Klippen zu erkunden.
Obwohl der Wetterbericht Regen und schirches Wetter angesagt hatte, war es richtig sonnig und wenn der Wind der Küste kurz weg war, war es richtig heiß.
Nach unseren Adventures an den Klippen, am Strand und in dem herzigen kleinen Fischerdorf waren wir wieder... Crèpes essen. Und die warens wert, nach ein paar Stunden Wanderung hat man sich das ja verdient.


Im Endeffekt war das kleine Fischerdorf dann gar nicht so klein. In der "Innenstadt" oder im Dorfkern waren ziemlich viele kitschige Souvenirgeschäfte, von selbstgemachten Marmeladen, Spezialitäten aus der Bretagne und selbstgemachten Schleckern mit den wildesten Geschmacksrichtungen (z.B. Kiwi, Orange-Schoko, Caramel-Popcorn, usw.) bis hin zu Seifen und Dekoartikeln mit Fischen und Rezepten drauf.
Eine Spezialität, die meiner Meinung nach ebenfalls irgendwie abstoßend klingt: Caramel-Schlecker mit salziger Butter hergestellt. Keiner kann bestreiten, dass das nicht grauslich klingt, schmeckt aber richtig richtig! :)

Die verrückten Schleckersorten in einem kleinen Shop mitten im Fischerdorf Le Conquet.

Nach einem entspannenden Wochenende muss aber leider auch der Schulalltag und damit verbunden (bei mir leider immer noch) der Papierkram wieder bewältigt werden. Gestern war ich mit meiner superlieben Lehrerin bei der MGEN (Versicherung) und habe endlich endlich meine ganzen Versicherungsdinge erledigt. Ich habe das Gefühl, dass ich, mit meinem mittelmäßig guten Französisch, da sowieso komplett überfordert gewesen wäre, jetzt ist es aber jedenfalls endlich erledigt!
Ebenfalls erledigt ist meine Monatskarte. Ich bin jetzt glückliche Besitzerin einer Monatskarte mit coolem Foto drauf und fühl mich damit schon richtig einheimisch :-) 

Heute steht die letzte mir Sorgen bereitende Aktivität an! Ich muss zur Bank..
Gottseidank hat sich eine weitere superliebe Lehrerin (Meine Lehrerinnen sind alle superlieb) bereit erklärt, mich zu begleiten und zu übersetzen, sollte ich irgendwas echt gar nicht verstehen.
Drückt mit die Daumen, dass das hinhaut, dann bin ich endlich offiziell und bürokratisch hier angekommen! :-)

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