Warum dieser Blog?

Hallo liebe Leser!

Erstmal will ich mich vorstellen: Mein Name ist Isabella, ich komme aus Österreich und studiere Lehramt an der Universität Wien.
Weil ich mich sehr für das Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache interessiere, habe ich mich entschlossen, als Sprachassistentin für ein halbes Jahr nach Frankreich zu gehen.
Ich bin nun in Le Mans, Pays de la Loire, wo es mir bis jetzt wirklich gut gefällt.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und freue mich über Kommentare und Antworten!

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Nach 3 Monaten in Frankreich :-)

3 Monate später...

Seit 3 Monaten bin ich jetzt schon in Frankreich und es fühlt sich an, als wäre diese lange Zeit im Flug vergangen. Ich kann mich praktisch gar nicht mehr an meine Ankunft erinnern, geschweige dessen an die Zeit, in der ich mich noch nicht ausgekannt habe in meiner neuen soo großen Stadt.

In meinen 3 Monaten habe ich viel erlebt, ich habe meine Klassen recht gut kennengelernt und mit meinen insgesamt 6 LehrerInnen ziemlich viel unterrichtet, vorbereitet und erlebt.
Manchmal, wenn die anderen AssistentInnen (die jetzt alle miteinander kein Wort verstehen) erzählen von ihren Unterrichten, habe ich das Gefühl, dass ich die einzige hier bin, die auch wirklich Lehrerin werden möchte und der ihr Job richtig Spaß macht.


Mein Unterricht:

Meine Klassen sind im Großen und Ganzen immer noch alle toll. Natürlich habe ich Favouriten, aber niemand ist furchtbar. (Wie ich aus Erzählungen anderer AssistentInnen sehr oft höre). Viele meiner SchülerInnen sind richtig interessiert und die anderen
versuche ich mit möglich coolem Programm zu fangen.

Mit meiner eher uninteressierten und eigentlich auch mit Benehmen nicht so guten 3ieme habe ich über Benehmen im Unterricht und wie man sich in der Klasse verhalten soll, damit Lehrer und SchülerInnen guten Unterricht haben können.
DAS ist dabei rausgekommen:

"Was mache ich NICHT im Unterricht?"
Bitte den Fehler "Das Lärm" ignorieren :-)


"Was MACHE ich im Unterricht?"

"Soziale Netzwerke" und ihre Gefahren


Meine bisher besten Unterrichtsstunden waren über das Thema "Soziale Netzwerke" und deren Gefahren. Damit konnte ich, meinem Gefühl nach, alle SchülerInnen erreichen, auch die, die in Deutsch eigentlich nicht sehr gut sind, zumindest erreichen.
Wir haben uns ein für die SchülerInnen ziemlich tolles Lied angehört, das mir bereits in unserem österreichischen Vorbereitungsseminar vorgestellt wurde:
"Durchgehend Online" von DieLochis.
https://www.youtube.com/watch?v=vK2iIjHze2A

Wir haben das Lied einige Male angehört und die SchülerInnen haben richtig viel verstanden und auch die Melodie ist ihnen noch 3 Unterrichtsstunden später noch im Kopf geblieben. Eine 3ieme-Klasse (ca 14 Jahre alt) hat mich sogar gefragt, ob wir das Lied nächstes Jahr singen können.
Darauf aufbauend haben wir dann weiter über Facebook geredet, die Gefahren von sozialen Netzwerken besprochen und uns eine tolle ARD-Dokumentation, nur 7 Minuten lang, aber sehr knackig, über die Gefahren angesehen. Schon nach einem Mal ansehen haben die SchülerInnen sehr, sehr viel verstanden und wir konnten gut darüber diskutieren.
http://herr-kalt.de/medien/facebook 

Reisen


Außerdem habe ich im Collège eine für mich und die SchülerInnen wahnsinnig lustige Unterrichtsstunde zum Thema "Reisen" gemacht.
Jedes Kind in der Klasse hat ein Kärtchen bekommen:

Name: Tim
Reist nach: Berlin
Mit: dem Flugzeug
Bleibt: eine Woche


Es mussten sich dann immer zwei SchülerInnen finden und gegenseitig vorstellen.
"Das ist Tim, er reist mit dem Flugzeug nach Berlin und bleibt eine Woche."
Danach mussten alle SchülerInnen von ihren fiktiven Orten Postkarten schicken (ich habe eine Postkarte ausgedruckt und sie mussten sie gestalten und was draufschreiben). Die Postkarten wurden dann an eine/n andere/n SchülerIn in der Klasse geschickt und diese/r musste wieder vorstellen.
"Ich habe eine Postkarte von Tim aus Berlin bekommen. Er hat den Fernsehturm gesehen und ist eine Woche geblieben." :-)


Morgen habe ich meine letzten 5 Unterrichtsstunden (genug für den letzten Tag vor den Ferien), eine davon mit meiner Lieblingsklasse im Collège. :-)


Und am Samstag geht es dann endlich, nach 3 Monaten, ab nach HAUSE :-)

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